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Intel Corporation (von englisch Integrated electronics, deutsch integrierte Elektronik; Nasdaq-KĂźrzel INTC) ist ein US-amerikanischer Halbleiterhersteller mit Hauptsitz im kalifornischen Santa Clara (Silicon Valley). Er wurde 1968 von Mitarbeitern des Unternehmens Fairchild Semiconductor gegrĂźndet. Die Europazentrale befindet sich seit 1974 in MĂźnchen.cite-ref-3[3] Intel ist vor allem fĂźr PC-Mikroprozessoren bekannt, bei denen das Unternehmen weltweit einen Marktanteil von Ăźber 60 % hält (Stand: 2024).cite-ref-4[4] AuĂerdem produziert Intel diverse weitere Arten von Mikrochips fĂźr Computer, zum Beispiel Chipsätze fĂźr Mainboards (âIntel ICHâ, âIntel GMAâ), WLAN- und Netzwerkkarten, Grafikprozessoren und Embedded-CPUs.
Intel entwickelte den weltweit ersten kommerziellen Mikroprozessor-Chip, den Intel 4004, der im Jahr 1971 auf den Markt kam. Das Unternehmen gilt als Aushängeschild fĂźr den Aufstieg des Silicon Valley als High-Tech-Standort.cite-ref-2-5-0[5] In den 1990er Jahren prägte die Partnerschaft zwischen Microsoft Windows und Intel, kurz âWintelâ, die PC-Branche nachhaltigcite-ref-6[6]cite-ref-7[7] und festigte Intels Position auf dem Markt. In dieser Zeit wurde das Unternehmen zum fĂźhrenden Anbieter von PC-Mikroprozessoren, mit einem Marktanteil von 90 %.cite-ref-8[8] Seit den 2000er und insbesondere seit den späten 2010er Jahren sieht sich Intel einer zunehmenden Konkurrenz gegenĂźber, was zu einer Verminderung von Intels Dominanz und Marktanteil auf dem PC-Markt gefĂźhrt hat. Dennoch ist Intel mit einem Marktanteil von 68,4 % im Jahr 2023 weiterhin mit Abstand der MarktfĂźhrer auf dem x86-Prozessoren-Markt.cite-ref-9[9]cite-ref-10[10]
Mit einem Umsatz von 54,2 Milliarden US-Dollar â bei einem Gewinn von 1,7 Milliarden US-Dollar â stand Intel laut Forbes Global 2000 auf Platz 422 der weltgrĂśĂten Unternehmen (Stand: Geschäftsjahr 2023). Das Unternehmen kam im Februar 2024 auf eine Marktkapitalisierung von 180 Milliarden US-Dollar.cite-ref-11[11] Intels Fähigkeit, seine eigenen Chips zu entwickeln und herzustellen, gilt als eine Seltenheit in der Halbleiterindustrie,cite-ref-2-5-1[5] da die meisten Chipentwickler Ăźber keine eigenen Produktionsstätten verfĂźgen und stattdessen auf Auftragsfertiger angewiesen sind, so beispielsweise AMD und Nvidia.cite-ref-12[12]
Contents
⢠x86-Prozessoren
⢠FPGAs
⢠Geschäftszahlen
⢠Konkurrenten
⢠Marketing
⢠Logoentwicklung
⢠Sponsoring
⢠Patentabkommen
⢠Leitende Manager
⢠Siehe auch
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Produkte und geschichtliche Entwicklung
Die GrĂźndung und Produktion von Speicherchips
Intel wurde am 18. Juli 1968 von Gordon E. Moore (1929â2023) und Robert Noyce (1927â1990) als Moore-Noyce Electronics in Mountain View, Kalifornien gegrĂźndet, nachdem sie Fairchild Semiconductor verlassen hatten. Bald darauf wurde auch Andy Grove (1936â2016) eingestellt, der das Unternehmen in den 1980ern und 1990ern leitete. Das Ziel der Firma war es, Arbeitsspeicher fĂźr Computer auf Halbleiterbasis zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Die Hochintegration (Very Large Scale Integration, VLSI) von Transistoren auf Silizium steckte im Jahr 1968 noch in den Kinderschuhen und Intel entwickelte fĂźr die Herstellung von Halbleiterschaltungen den PMOS-Prozess, das heiĂt einen Prozess fĂźr die Herstellung von elektrischen Schaltungen mit p-Kanal-Metall-Oxid-Halbleiter-Feldeffekttransistoren unter Nutzung einer Gate-Elektrode aus Polysilizium (daher auch Silizium-Gate-Technik genannt).
Das erste Produkt der Firma war aber ein bipolares 64-bit-Schottky-RAM. Dieses wurde im April 1969 unter der Produktbezeichnung âIntel 3101â vorgestellt. Im Juli 1969 wurde mit dem Intel 1101 der erste SRAM-Chip, der mit dem PMOS-Prozess hergestellt wurde, auf den Markt gebracht. Erst im Oktober 1970cite-ref-13[13] â nach der Hälfte der ursprĂźnglich veranschlagten Zeit â gelang der erste groĂe Sprung nach vorn: Intel stellte unter der Produktbezeichnung â1103â den ersten DRAM-Speicherbaustein vor, der auf dem PMOS-Prozess basierte und die VorzĂźge der Hochintegration zu bieten hatte. Während Schaltungen in Bipolartechnik nur noch bei Hochgeschwindigkeitsbauteilen den Vorzug genossen, entwickelte sich fortan die MOS-Technologie (von PMOS Ăźber NMOS und HMOS zu CMOS) zur bevorzugten Halbleiter-Fertigungstechnik.
Gordon Moore hatte 1965 einen Trend erkannt, der später als Mooresches Gesetz nicht nur die Geschichte von Intel, sondern die Entwicklung der gesamten Halbleitertechnologie maĂgeblich geprägt hat.
Bis Mitte der 1980er-Jahre war DRAM das Hauptgeschäft von Intel. Die wachsende Konkurrenz durch japanische Halbleiterhersteller und der damit verbundene Umsatzrßckgang fßhrten aber 1983 zu einer Umorientierung des Geschäftsmodells. Der Erfolg des Personal Computers von IBM veranlasste Intel, sich fortan auf Mikroprozessoren zu konzentrieren und die DRAM-Produktion aufzugeben.
EPROM und Flash-Speicher
Auf der Solid State Circuits Conference 1971 stellte Dov Frohman das erste EPROM (lĂśschbarer (einmal-)beschreibbarer Speicherchip) der Welt vor. Das Intel-EPROM 1702 war ein groĂer Erfolg und wurde bis Mitte der 1980er-Jahre in hohen StĂźckzahlen verlangt, nicht zuletzt weil Intel viele Jahre der einzige Hersteller war, der EPROMs in hoher StĂźckzahl produzieren konnte. Bis 2008 war Intel zusammen mit Spansion einer der grĂśĂten Hersteller von Flash-Speichern. Ende März 2008 gliederte Intel den grĂśĂten Teil der Flash-Produktion in ein Joint-Venture-Unternehmen mit STMicroelectronics aus. Das neue Unternehmen bekam den Namen Numonyx. Intel stellt darĂźber hinaus auch die 520er-SSD-Reihe vor, eine schnelle Solid State Disk, der Nachfolger des Hard Disk Drives.cite-ref-14[14]
Die ersten Mikroprozessoren
Als erster Mikroprozessor der Welt (zumindest nach Intel-Lesart) wurde am 15. November 1971 der 4-Bit-Prozessor Intel 4004 vorgestellt. Diesen soll Intel auf eigene Verantwortung entwickelt haben, als das japanische Unternehmen Nippon Calculating Machine Corporation eigentlich einen spezialisierten Tischrechnerchip beauftragt hatte. Der 1974 eingefßhrte Intel 8080 wird allgemein als erster vollwertiger Mikroprozessor angesehen. Es handelt sich dabei um einen 8-Bit-Mikroprozessor, der als Nachfolger des Intel 8008 (Markteinfßhrung 1972) entwickelt wurde. Diese ersten Mikroprozessoren legten den Grundstein fßr viele weitere Produkte auf ähnlicher Basis und verhalfen Intel zu seiner starken Marktmacht. Zu dieser Baureihe gehÜrt neben dem seltener eingesetzten Nachfolgetyp Intel 8085 eine ganze Palette von passenden I/O-Bausteinen, z. B. der Intel 8255 fßr parallele Ein- und Ausgabe.
Die Mikrocontroller
Basierend auf den Entwicklungen der Mikroprozessoren der 80er Reihe stellte Intel 1977 den Mikrocontroller 8048 vor, der jedoch bereits 1980 durch den Mikrocontroller 8051 ersetzt wurde. Durch geschickte Lizenzpolitik (u. a. an Siemens und Philips) wurde der Mikrocontroller 8051 Stammvater einer der am weitesten verbreiteten Familien von Mikrocontrollern.
x86-Prozessoren
Die bekannteste Baureihe von Intel sind die x86-Mikroprozessoren, deren erstes Modell im Jahre 1978 mit dem 8086/8088 erschien und im weit verbreiteten IBM-PC verwendet wurde. Inzwischen produziert Intel Chips fĂźr Desktop-Computer (Pentium-Dual-Core-Serie, Celeron-Serie, Intel-Core-2-Serie, Intel-Core-i-Serie), fĂźr Notebooks (Pentium-Dual-Core, Core Duo, Core 2 Duo und inzwischen auch i3-, i5-, i7- und i9-Modelle) und fĂźr Workstations sowie Server (Xeon-Serie). Der groĂe Serverprozessor Itanium 2 kann seine hohe Rechenleistung nur mit seinem nativen Befehlssatz IA-64 ausspielen. x86-Maschinencode (IA-32) fĂźhrt er Ăźber eine integrierte Hardware-Emulation nur langsam aus.
Der groĂe Erfolg der x86-Reihe fĂźhrte zu einer marktbeherrschenden Stellung in der PC-Industrie; zeitweise kamen 85 % der PC-CPUs von Intel. So kam es immer wieder zu Untersuchungen der US-amerikanischen WettbewerbsbehĂśrde FTC und Klagen von Konkurrenten. Der heute einzige ernstzunehmende Konkurrent auf diesem Sektor ist AMD; ironischerweise war Robert Noyce mit seinem GrĂźndungskapital auch fĂźr die GrĂźndung dieser Firma mitentscheidend. Seit 1976 hat AMD ein Patentaustauschabkommen mit Intel, so dass alle technischen Innovationen wechselseitig genutzt werden kĂśnnen. In den letzten Jahren hat hier mit dem Stromverbrauch und der Abwärme ein weiteres Kriterium Bedeutung erlangt.
Chipsätze und Grafikchips
Intel ist mit groĂem Abstand WeltmarktfĂźhrer bei Grafikchips. So benutzen die meisten BĂźrorechner und Notebooks eine Intel-Plattform mit integrierter Grafik (IGPs). Intel hatte zwar mit dem i740 Ende der 1990er auch einen Grafikchip fĂźr Steckkarten im Angebot, stellte diese Aktivitäten aber danach wieder ein. Später arbeitete Intel wieder an einer diskreten GPU unter dem Codenamen Larrabee,cite-ref-15[15] deren Entwicklung im Dezember 2009 jedoch eingestellt wurde. Im August 2021 kĂźndigte Intel offiziell ihre neue Marke fĂźr Grafikkarten an: Intel âArcâ. Die erste Generation trägt den Codenamen âAlchemistâcite-ref-0-16-0[16] und erreicht Leistungswerte einer Nvidia GeForce RTX 3060 bis zur RTX 3060 Ti bei der Arc A770. Die erste Generation erschien im Oktober 2022.cite-ref-intel-arc-youtube-17-0[17]cite-ref-intel-arc-modelle-18-0[18] Auch die folgenden Codenamen Battlemage, Celestial und Druid wurden bekanntgegeben.cite-ref-0-16-1[16]
Auch fĂźr das Internet der Dinge will Intel Plattformen anbieten. Ein erster Schritt in die Richtung erfolgte mit der Vorstellung des Projekts Intel Edison, welches jedoch im Dezember 2017 wieder eingestellt wurde.
Auslesbare Seriennummer im Pentium 3
1999 geriet Intel in Ăśffentliche Kritik, als die gerade vorgestellten ersten Pentium-III-Prozessoren (mit 450 und 500 MHz) mit einer weltweit eindeutigen Nummer (âProzessor-IDâ) versehen waren, die per Software ausgelesen werden konnte. Kritiker befĂźrchteten, diese eindeutige Seriennummer kĂśnne als Grundlage fĂźr das Ausspionieren und die Ăberwachung von Computeranwendern dienen. Aufgrund des Ăśffentlichen Drucks hat Intel die Prozessor-ID standardmäĂig abgeschaltet und in späteren Prozessor-Generationen ganz auf sie verzichtet.
Intel Management Engine seit 2008
Seit 2008 sind alle Chipsets fßr Intel-Prozessoren mit der Intel Management Engine (ME) ausgestattet.cite-ref-intel-amt-me-19-0[19] Dabei handelt es sich um ein autonomes Subsystem auf Minix-Basis, das Administratoren unter Umgehung des Betriebssystems vollen Zugriff auf den Computer gestattet, selbst wenn dieser ausgeschaltet ist.cite-ref-20[20] Es ist in allen Intel-Chipsets seit 2008 bis heute vorhanden und aktiv, selbst wenn diese nicht mit Intel Active Management Technology (AMT) ausgerßstet sind. Die Intel Management Engine (ME) ist vom Nutzer nicht deaktivierbar und enthält eine Vielzahl nachgewiesener Sicherheitsmängel.cite-ref-intelmay-21-0[21]cite-ref-22[22]cite-ref-reg-2017-05-01-23-0[23]cite-ref-24[24]cite-ref-25[25]cite-ref-ptsecurity1-26-0[26]cite-ref-extreme1-27-0[27]cite-ref-28[28]cite-ref-sa-00112-29-0[29]cite-ref-30[30] Der genaue Funktionsumfang wird von Intel geheim gehalten, der Code ist verschleiert, die zur Entschlßsselung des Inhalts erforderlichen Informationen stecken unauslesbar direkt in der Hardware.cite-ref-31[31] Nur an staatliche Organe und zum militärischen Gebrauch werden von Intel Firmware-Versionen bereitgestellt, bei denen weite Teile der Intel Management Engine deaktiviert sind.cite-ref-32[32]
Apps fĂźr Smartphones und Tablet-PCs
Mit seinem AppUp Developer Program (IADP) versucht Intel, auch auf dem hart umkämpften Smartphone-Markt FuĂ zu fassen. Laut BjĂśrn Taubert, Marketing Manager bei Intel, bietet das IADP âerfahrenen wie ambitionierten App-Entwicklern einen zentralen Kanal, um erstentwickelte oder portierte Windows- und HTML5-Anwendungen fĂźr eine Vielzahl von Endgeräten bei bis zu 70 % Umsatzbeteiligung zu vertreibenâ.cite-ref-33[33]
Chips fĂźr Smartphones
Anfang Januar 2012 stellte Intel auf der Messe CES in Las Vegas das erste Mal ein Smartphone vor, das mit einem eigenen Chipsatz ausgestattet ist. Im April des gleichen Jahres erschien in Indien mit dem Modell Lava Xolo X900 das erste Intel-Smartphone.cite-ref-34[34] Ende Mai folgte das unter dem Dach von Lenovo produzierte LePhone K800 in China. Mit dem Orange San Diego wurde das insgesamt weltweit dritte Intel-Smartphone am 6. Juni in GroĂbritannien auf den Markt gebracht.cite-ref-35[35]
FPGAs
Seit der Ăbernahme der Firma Altera tritt Intel auch als Hersteller von FPGAs auf. Die Produkte werden nun unter der Bezeichnung Intel-Altera weitervertrieben. Umgekehrt nutzt Intel die Technologie der programmierbaren Digitaltechnik fĂźr die Weiterentwicklung der eigenen Prozessoren. So ist es z. B. das Ziel, im Nachhinein technische Anpassungen an bereits ausgelieferten CPUs durch Software-Updates vornehmen zu kĂśnnen.cite-ref-36[36]cite-ref-37[37]cite-ref-38[38]
Produktionsstätte in Deutschland
Am 15. März 2022 verkßndete Intel, 17 Milliarden Euro fßr eine aus zwei Werken bestehende neue Chipfabrikcite-ref-39[39] in Magdeburg zu investieren. Der Standort in Sachsen-Anhalt in unmittelbarer Nähe des Autobahnkreuzes Magdeburg-Sudenburg (A14 / B81)cite-ref-40[40] konnte sich bei der Ausschreibung gegen den Standort Dresden durchsetzen.
Stand Juni 2023 sollte âetwa 2024â mit dem Bau begonnen werden; frĂźhestens 2027 sollte die Produktion des kleinsten Chips der Welt beginnen.cite-ref-41[41]cite-ref-42[42] Die Bundesregierung vereinbarte mit Intel noch von der EU-Kommission zu genehmigende Subventionen in HĂśhe von 9,9 Milliarden Euro. Auch mĂśglichst gĂźnstige Stromkosten wurden zugesichert.cite-ref-43[43] Das Land Sachsen-Anhalt kaufte 450 ha Land fĂźr die Fabrik und 700 ha fĂźr Zulieferer direkt daneben zu 25 âŹ/qm, dem FĂźnffachen des Ăźblichen Preises, von Ăźber 60 EigentĂźmern, Ăźberwiegend Landwirten.cite-ref-44[44] Intel versprach im Gegenzug, 30 Milliarden (inklusive Subventionen) Euro zu investieren und zwei Halbleiterwerke mit 3000 Arbeitsplätzen zu schaffen.cite-ref-45[45]
Im September 2024 teilte Intel mit, dass sich der Bau der Magdeburger Fabrik um voraussichtlich zwei Jahre verzÜgern werde.cite-ref-46[46] Ob Intel weiterhin an dem Vorhaben festhalten wßrde, galt zunächst als unklar.cite-ref-47[47]cite-ref-48[48] Im Juli 2025 verkßndete Intel dann jedoch, die Fabrik in Magdeburg nicht mehr bauen zu wollen.
Schwere Krise und Einstieg der US-Regierung
Am 22. August 2025 gaben Intel und die US-Regierung bekannt, dass die Vereinigten Staaten einen Anteil von 10 Prozent an Intel Ăźbernommen hat. Sie sind damit dessen grĂśĂter Aktionär. Intel war zuvor bereits seit längerem finanziell angeschlagen.cite-ref-51[51]
Tochterunternehmen
1991 wurde Intel Capital fßr die Verwaltung von Corporate Venture Capital gegrßndet. 2003 kaufte Intel den High-Performance-Computing-Bereich der Pallas GmbH, der aus der SUPRENUM ausgegrßndet wurde, um die eigene Clustering-Sparte zu stärken.cite-ref-52[52] Im Jahr 2007 ßbernahm Intel das irische Unternehmen Havok, das vor allem wegen seiner Physik-Engine bekannt ist.cite-ref-53[53] Im Juli 2009 kaufte Intel das Softwareunternehmen Wind River.cite-ref-54[54] Mitte August 2010 kßndigte Intel ßberraschend an, McAfeecite-ref-55[55] (einen US-Produzenten von Antivirus- und Computersicherheitssoftware) fßr 7,68 Milliarden US-Dollarcite-ref-56[56] zu ßbernehmen.cite-ref-57[57]
Intel gab im März 2017 die Ăbernahme von Mobileye, einem auf Fahrerassistenzsysteme spezialisierten Unternehmen, bekannt. Intel zahlte damals 15,3 Milliarden US-Dollar fĂźr den israelischen Automobilzulieferer.cite-ref-60[60]
Gut zwei Jahre später erweiterte Intel das Geschäftsfeld von Mobileye durch die Akquisition von Moovit. Das Start-up sammelt Daten zu VerkehrsstrÜmen und bietet ßber seine App eine Routenoptimierung in urbanen Lebensräumen an. Intel zahlte fßr Moovit rund 900 Millionen US-Dollar.cite-ref-61[61]
Geschäftszahlen
| Jahr | Umsatz (Mrd. US$) | Gewinn (Mrd. US$) | Preis je Aktie (US$) | Angestellte |
|---|---|---|---|---|
| 2005 | 38,826 | 8,664 | 16,97 | 99.900 |
| 2006 | 35,382 | 5,044 | 13,82 | 94.100 |
| 2007 | 38,334 | 6,976 | 16,55 | 86.300 |
| 2008 | 37,586 | 5,292 | 14,41 | 83.900 |
| 2009 | 35,127 | 4,369 | 12,79 | 79.800 |
| 2010 | 43,623 | 11,464 | 16,00 | 82.500 |
| 2011 | 53,999 | 12,942 | 17,55 | 100.100 |
| 2012 | 53,341 | 11,005 | 20,51 | 105.000 |
| 2013 | 52,708 | 9,620 | 19,71 | 107.600 |
| 2014 | 55,870 | 11,704 | 26,88 | 107.600 |
| 2015 | 55,355 | 11,420 | 29,33 | 107.300 |
| 2016 | 59,387 | 10,316 | 31,39 | 106.000 |
| 2017 | 62,761 | 9,601 | 36,21 | 102.700 |
| 2018 | 70,848 | 21,053 | 48,19 | 107.400 |
| 2019 | 71,965 | 21,048 | 51,38 | 110.800 |
| 2020 | 77,867 | 20,899 | 54,89 | 110.600 |
| 2021 | 79,024 | 19,868 | 50,70 | 121.100 |
| 2022 | 63,054 | 8,014 | 26,43 | 131.900 |
| 2023 | 54,228 | 1,689 | 50,25 | 124.800 |
| 2024 | 53,101 | -18,756 | 30,83 | 108.900 |
Konkurrenten
Da Intel auf vielen Geschäftsfeldern aktiv ist, hat das Unternehmen auch entsprechend viele Konkurrenten.
Beim ursprßnglichen Intel-Kerngeschäft der x86-Prozessoren und Chipsätze fßr Mainboards ist inzwischen ein Duopol entstanden und AMD der einzig verbliebene nennenswerte Konkurrent. Andere Firmen wie Centaur Technology, Cyrix, SiS oder Transmeta haben sich entweder aus dem Markt zurßckgezogen oder konzentrieren sich auf Nischenprodukte. Im Januar 2006 wurde der erste Apple Macintosh mit einem Intel-Prozessor vorgestellt. Während frßhere Macintosh-Modelle mit Prozessoren von Motorola (68000) oder IBM (PowerPC G3, G5) ausgestattet waren, festigte dieser Schritt Intels Marktposition im PC-Bereich zusätzlich. Ende 2020 begann Apple allerdings mit dem Apple M1 selbst entwickelte Prozessoren zu verbauen.
Nachdem Intel sich in der Vergangenheit in vielen Bereichen gegen seine Konkurrenten durchsetzen konnte, sieht sich Intel seit einigen Jahren im Prozessormarkt mehreren neuen und sehr erfolgreichen Wettbewerbern gegenĂźber. Anders als in den frĂźheren Jahren der Chip-Fertigung handelt es sich dabei nicht um voll integrierte Unternehmen, sondern um jeweils in ihrem Bereich hoch spezialisierte Firmen. Unternehmen wie ARM oder Imagination Technologies kĂźmmern sich dabei um die grundlegende Architekturentwicklung der Chips. In einer zweiten Stufe erstellen Unternehmen wie Qualcomm, Apple, Nvidia oder MediaTek daraus dann fertige Prozessor-Designs, welche anschlieĂend von Auftragsfertigern wie TSMC, Samsung oder Globalfoundries produziert werden.
Viele dieser Unternehmen sind in ihrem Teilmarkt inzwischen grĂśĂer als Intel und haben gemeinsam weite Teile des Prozessormarktes Ăźbernommen. Vor allem auf dem Markt der SoCs fĂźr Smartphones, Tablets, TVs und viele weitere elektronische Geräte der modernen Zeit dominieren diese Unternehmen den Markt. Intel ist es trotz enormer Anstrengungen nicht gelungen, sein Quasi-Monopol bei x86-Prozessoren auf diese Marktbereiche auszudehnen. Bedingt durch die zurĂźckgehende Bedeutung der x86-PC-Prozessoren geht konsequent auch Intels Bedeutung auf dem Prozessormarkt zurĂźck.
Marketing
Zum Jahreswechsel 2005/2006 verabschiedete sich Intel vom 37 Jahre alten Firmenlogo sowie der Bestandteilmarke âintel insideâ, die bisher auf Produkten von Fremdherstellern angebracht wurde, die eine CPU von Intel enthielten.
Der neue Schriftzug wird nun, wie schon zuvor bei âintel insideâ, durch einen ovalen Wirbel eingerahmt. Das âeâ im Schriftzug ist nicht mehr tiefgestellt. Das Firmenlogo wird situationsabhängig durch den Slogan âleap aheadâ (deutsch: âEinen Sprung vorausâ) ergänzt. Die neue Hausschrift ist eine modifizierte Variante der Neo Sans bzw. Neo Tech.
Mit der Ănderung des Firmenlogos geht auch eine Ănderung der Marketingstrategie einher.
Die Intel-HĂśrmarke Intel Bong,cite-ref-63[63]cite-ref-64[64] die in der Werbung von Intel verwendet wurde, wurde 1994 von Walter Werzowa erstellt.cite-ref-65[65]
Logoentwicklung
Seit 1968 änderte Intel mehrfach seinen Markenauftritt.
Intel betreibt oder betrieb diverse Marken mit anderen Logos als dem Unternehmenslogo
Sponsoring
Intel engagiert sich als FĂśrderer und Sponsor im Sport sowie im E-Sport. So unterstĂźtzt das Unternehmen die deutschen E-Sport-Clans ALTERNATE aTTaX, mousesports und n!faculty.
Des Weiteren wird der Electronic-Sports-League-Cupcite-ref-66[66] von Intel getragen.
Seit Dezember 2013 wirbt Intel auf der Trikot-Innenseite des FC Barcelona.cite-ref-67[67]
Seit 2023 engagiert sich Intel als Sponsor auch beim Handball-Bundesligisten SC Magdeburg sowie beim Zweitligisten 1. FC Magdeburg. Dieses Sponsoring erfolgte im Rahmen der geplanten aber 2025 aus wirtschaftlichen Grßnden gestrichenen Investition in eine Chipfabrik in Magdeburg. Intel kßndigte aber an, die getroffenen Sponsoringverträge auch weiterhin zu erfßllen.cite-ref-68[68] Im Aufsichtsrat der Profigesellschaft des 1. FC Magdeburg sitzt seit Juli 2024 zudem die Geschäftsfßhrerin von Intel in Deutschland Sonja Pierer.cite-ref-69[69]
Kritik und Strafverfahren
WettbewerbsverstĂśĂe
⢠2005 wurde das Unternehmen von der japanischen WettbewerbsbehÜrde FTC fßr schuldig befunden, seine Monopolstellung missbraucht zu haben.
⢠2007 gab AMD eine ĂberprĂźfung auf Monopolstellung seitens Intel in Auftrag. Intel solle laut Ergebnis der ERS Group in den Jahren 1996â2006 60 Milliarden Euro Gewinn dadurch gemacht haben.cite-ref-70[70]
⢠Im Juni 2008 wurde in Sßdkorea eine Strafe von 21 Millionen US-Dollar verhängt, mit der gleichen Begrßndung wie jene der EU.
⢠Die EU-Kommission ermittelt seit 2007 wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens gegen Intel. Das Wettbewerbsverfahren begann im Juli 2007. In einem sogenannten âBlauen Briefâ warf sie Intel 2008 vor, PC-Herstellern Rabatte angeboten zu haben, wenn diese nur noch Intel-Bauteile in ihren Rechnern verbauten. Einem Hersteller sei Geld dafĂźr gezahlt worden, dass er eine Rechnerbaureihe mit AMD-Chips erst verspätet auf den Markt brachte.cite-ref-71[71] Die europäische Wettbewerbskommission verurteilte Intel im Mai 2009 zu einer Geldstrafe von 1,06 Milliarden Euro, nachdem sich herausstellte, dass das Unternehmen durch diverse preispolitische MaĂnahmen gegenĂźber Zwischenhändlern und Herstellern massiv zum Nachteil der Wettbewerber in den Markt eingegriffen hatte.cite-ref-72[72] Intel kĂźndigte eine Klage gegen das BuĂgeld an, der jedoch wenig Erfolgschancen zugerechnet werden. Zum ersten Mal seit rund 22 Jahren musste Intel-Chef Paul Otellini im Juli 2009 wegen der Rekordstrafe einen Quartalsverlust fĂźr den Chiphersteller melden.cite-ref-riedl-73-0[73] (Abgesehen von der Strafe schnitt der Konzern besser ab als gedacht).cite-ref-riedl-73-1[73] Seit 1999 bezahlte Intel die Media-Saturn-Holding fĂźr einen exklusiven Verkauf von Intel-Produkten.cite-ref-74[74] Die betroffenen PC-Hersteller waren unter anderen Acer, Dell, Hewlett-Packard, Lenovo und NEC. Sie erhielten VergĂźnstigungen, wenn sie fast ausschlieĂlich Intel-Prozessoren verbauten. Wenn sich der Einbau nicht ganz verhindern lieĂ, hat Intel auch dafĂźr gezahlt, dass Computer mit AMD-Prozessor verspätet eingefĂźhrt werden. Im Mai 2009 verhängte die EU-Kommission gegen Intel eine Kartellstrafe in HĂśhe von 1,06 Milliarden Euro. Die Kommission begrĂźndete ihre Entscheidung damit, dass Intel seine dominante Marktstellung bei Prozessoren missbraucht habe, um Konkurrenten vom Markt zu verdrängen, was den Verbrauchern geschadet habe.cite-ref-75[75]
⢠Die Federal Trade Commission der Vereinigten Staaten untersucht zudem seit Ende 2008, inwieweit Intel in den USA gegen geltendes Kartellrecht verstĂśĂt.cite-ref-76[76]
Instabile Prozessoren der 13. und 14. Core-i-Generation
Im Februar 2024 wurden Stabilitätsprobleme mit Intels Prozessoren der 13. und 14. Core-i-Generation (Raptor Lake) bekannt. Spieler, Spieleentwickler und Rechenzentren-Betreiber berichteten von vermehrten AbstĂźrzen und Ausfallraten. Intel wurde vorgeworfen, nur zĂśgerlich auf die Berichte zu reagieren, nicht ausreichend zu kommunizieren oder die Probleme herunterzuspielen.cite-ref-77[77]cite-ref-78[78]cite-ref-79[79] Zwischen Juli und September 2024 verĂśffentlichte Intel dann eine Reihe von BIOS-Updates,cite-ref-3-80-0[80] die die Spannung der Prozessoren reduzieren und so die Probleme eindämmen sollen. Eine RĂźckrufaktion soll es aber nicht geben, obwohl zu erwarten ist, dass Prozessoren, die bereits mit zu hoher Spannung betrieben wurden, Schäden davongetragen haben kĂśnnten, die sich zwar nicht sofort bemerkbar machen, aber in einer reduzierten Lebenserwartung mĂźnden kĂśnnen.cite-ref-81[81] Im August gestand Intel Kunden jedoch eine Garantieverlängerung um zwei Jahre zu und gestand ein, von dem Problem bereits seit 2022 gewusst zu haben.cite-ref-82[82] ComputerBase resĂźmierte, Intels Kommunikationsstrategie bleibe âdas grĂśĂte Desaster in dieser gesamten Angelegenheitâ.cite-ref-3-80-1[80]
Patentabkommen
Intel erhält seit 1976 vierteljährlich Patentgebßhren fßr x86-Prozessoren von AMD. Durch ein Cross-Licensing-Abkommen von 2001 darf Intel die patentrechtlich geschßtzte AMD64-Mikroarchitektur nutzen. Im Gegenzug dazu darf AMD neuere Intel-Technologien nutzen.cite-ref-83[83]
FortbildungsmaĂnahmen
Das Fortbildungsprogramm Intel â Lehren fĂźr die Zukunft hatte das Ziel, Lehrern Kompetenzen fĂźr die Integration von digitalen Medien in ihrem Unterricht zu vermitteln. âIntel Lehren â Grundkursâ war Teil der weltweiten Aktion, die Intel gemeinsam mit Microsoft und fĂźhrenden PC-Herstellern zu Beginn des Jahres 2000 fĂźr die Fortbildung von Lehrern aller Schulformen gestartet hatte. Der Grundkurs war Ende 2004 ausgelaufen.cite-ref-84[84] Die NachfolgemaĂnahme âIntel Lehren â Interaktivâ steht seit 2010 fĂźr die Lehrkräfte aller Bundesländer zur VerfĂźgung.cite-ref-85[85]
Leitende Manager
Die vorigen CEOs waren:
⢠1968â1975 Robert Noyce
⢠1975â1987 Gordon E. Moore
⢠1987â1998 Andrew S. Grove
⢠1998â2005 Craig R. Barrett
⢠2005â2013 Paul Otellini
⢠2013â2018 Brian Krzanichcite-ref-87[87]
⢠2018â2021 Robert Swan
⢠2021â2024 Pat Gelsingercite-ref-88[88]
Chairman of the Board:
⢠Arthur Rock, bis 1999 im Board, zeitweise (Non Executive) Chairman
⢠ab 1975 Robert Noyce, ab 1987 war er Vice-Chairman
⢠1979â1997 Gordon E. Moore
⢠1997â2005 Andrew S. Grove
⢠2005â2009 Craig R. Barrett
⢠2009â2012 Jane E. Shaw
⢠2012â2020 Andy Bryantcite-ref-1-89-0[89]
Präsident:
⢠ab 1975 Gordon E. Moore
⢠1979â1997 Andrew S. Grove
⢠ab 1997 Craig R. Barrett
Siehe auch
Weblinks
Commons
: Intel
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Offizielle Website
⢠Linkkatalog zum Thema Intel bei curlie.org (ehemals DMOZ)
⢠Andreas Stiller: 50 Jahre Intel: RĂźckblick auf 50 Jahre groĂe Erfolge und groĂe Misserfolge. In: heise online. 18. Juli 2018
⢠Tom Wolfe: The Tinkerings of Robert Noyce â How the Sun Rose on the Silicon Valley. In: Esquire. Nr. 12, 1983
⢠Literatur von und ßber Intel im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise
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37.388388888889-121.96336111111coordinatesKoordinaten: 37° 23Ⲡ18,2ⳠN, 121° 57Ⲡ48,1ⳠW